Nach einem gemütlichen Frühstück und ausgiebigen Lüften, fuhren wir nach Saint-Pierre-Quiberon. Unzerwegs gab es einen Zwischenstopp, um frisches Brot, obst, Gemüse und v. A. Wasser zu besorgen. Bei der Hitze ist der Bedarf doch deutlich höher. Wir haben eine Miniwanderung über Pointe du Percho und am Strand Plage Port Blanc entlang. Neben einer Ruine, zu der es keine weiteren Infos gab, gab es einen Dolmen und viele Wellenreiter. Wir waren nämlich in einem El Dorado für Surfer gelandet. In Pléhérel bei unserer Ferienwohnung fanden wir ja die Wellen mit 1m Höhe toll, aber das hier war eine ganz andere Hausnummer. Hier waren die Wellen mehrere Meter hoch. Es schäumte und spritzte nur so, wenn sie sich am Strand und den Klippen brachen. Wir hatten mindestens so viel Freude daran sie zu beobachten, wie die Surfer, sie zu reiten.
An einem der nächsten Strände gab es Höhlen, die auf Fotos sehr groß wirkten. Wie wir schon vermutet hatten, sind sie nur bei Ebbe zugänglich. Wir waren leider kurz nach Hochwasser dort und konnten nicht ganz bis zu den Höhlen vordringen. Nur von der Klippe darüber einen Blick auf die Höhleneingänge werfen. Da wir spätestens um 18 Uhr auf dem Campingplatz sein mussten, konnten wir nicht warten, bis die Ebbe den Zugang weit genug freigegeben hätte. Unterwegs hatten wir von den Klippen aus gesehen, dass es am Plage Port Blanc auch Höhlen zu geben schien. Die haben wir uns dann als Trostpreis angesehen. Sie waren nicht ganz so spektakulär, aber man konnte immerhin mehrere Meter hineingehen.











Nach dieser kurzen aber schweißtreibenden Wanderung sind wir nach Damgan zu unserem Campingplatz gefahren. Der Empfang war sehr herzlich und die Dame am Empfang hatte uns den besten der noch freien Plätze ausgesucht. Wir durften uns zwar alle ansehen und hätten auch einen anderen freien Platz nehmen können, aber ein kurzer Besichtigungs-Rundgang bestätigte, dass es wirklich der beste war. Die Plätze sind alle sehr ordentlich und eben, so dass man keine Unterfahrkeile benötigt. Auch die Sanitäranlagen sind zwar etwas in die Jahre gekommen, aber gepflegt und sauber. Lediglich der „direkte“ Strandzugang war etwas enttäuschend. Der Weg war etwas länger als gedacht und der Strand nicht sehr einladend,weil es hier sehr viele Algen gibt. Dazu Unmengen an pazifischen Austern (invasive Art) und man badet mehr oder weniger zwischen den Sportbooten. Das sieht zwar sehr hübsch aus, aber fühlt sich nicht so gut an, wie an den Stränden, an denen wir bisher waren. Daher zogen wir dann das Wasser der Dusche am späteren Abend, nachdem Zelt und Tarp aufgebaut und das ganze Gepäck im Zelt verstaut waren, vor. Das zweite Auto hatten wir auf einem Parkplatz nahe des Campingplatzes abgestellt. Zum Glück kann man hier ja fast überall kostenlose Parkplätze finden. Ich habe es genossen, mal wieder „richtig“ kochen zu können und heute kam auch die Omnia (eine Art „Backofen“ für den Gaskocher) zum Einsatz. Es gab Gemüse mit Schafskäse im Blätterteig.

Als auch der Abwasch erledigt war, hatten wir endlich Feierabend und haben unseren letzten gemeinsamen Abend mit einem Glas Wein entspannt ausklingen lassen.
