Nachdem Dinan doch recht anstrengend war (ich sage nur 40 Höhenmeter) und heute der „Auszug“ anstand, haben wir gestern noch einmal einen ruhigeren Tag eingelegt. Vormittags habe ich den Rest des Yoggis gesaugt (Staubsauger war zwischenzeitlich wieder aufgeladen), schon erste Dinge wieder eingeladen und ihn wieder zum Camper umgebaut. 

Nachmittags waren wir nochmal am Strand, haben uns von den teilweise gut 1m hohen Wellen treiben und herumwerfen lassen und vom Strand aus aufs Wasser geschaut. Man muss es ausnutzen,  wenn man nur über die Straße muss,  um an den Strand zu kommen.

Abends haben wir gut gekocht und den Tag bei einer Flasche bretonischem Cidre auf der Terrasse ruhig ausklingen lassen.

Nach dem Frühstück haben wir den Rest gepackt und uns schweren Herzens von der Ferienwohnung getrennt.

Auf dem Markt von Erquy haben wir uns vom Abschiedsschmerz abgelenkt. Obwohl Erquy ein vergleichsweise kleines Städtchen ist, war der Markt gar nicht so klein. Da gab es wieder allerhand zu bestaunen und das Angebot war sehr bunt.

Buntes Treiben auf dem Markt bon Erquy

Auf dem Weg nach Dinan vorgestern,  waren wir an einer Ausgrabungsstätte und einem Tempel vorbeigekommen. Das wollten wir uns heute näher ansehen. Auf einer kleinen Wanderung konnte man sich gleich drei römische Ausgrabungsstätten ansehen.

Marstempel

Die Ruine des Marstempels ist etwas außerhalb. Es gibt dort Infotafeln, aber man kann sich auch eine nett gemachte App dazu herunterladen.  Neben Informationen in Text und als Audiodatei kann man sich damit den kompletten Tempel von einigen Punkten auf dem Gelände aus dem jeweiligen Blickwinkel in VirtualReality (VR) ansehen.  Außerdem wird eine Zeremonie beschrieben,  die man sich ebenfalls in VR ansehen kann.

VR-Darstellung einer Zeremonie zur Verehrung des Gottes Mars

Im Ort selbst gibt es zwei Ausgrabungsstätten. An einer kann man den Grundriss des Hauses eines wohlhabenden römischen Bürgers anschauen. Anhand von Infotafeln und einem Modell zum Anfassen bekommt man eine gute Vorstellung, wie es einmal ausgesehen hat.

Haus eines wohlhabenden Bürgers

An der zweiten Stätte wurde eine kleine Stadt mit Einkaufszentrum, Basilika und einfachen Häusern ausgegraben. Auch hier sieht man die Grundrisse und kann anhand von  Infotafeln nachvollziehen,  wie die Gebäude einst gestanden und ausgesehen haben.

Ausgrabungsstätte kleine römische Stadt
Ausgrabungsstätte kleine römische Stadt

Danach sind wir zu einem Ort gefahren,  an dem wir übernachten wollten. Er liegt im Landesinnern an einem Kanal. Damit haben wir etwa die halbe Strecke zu unserem morgigen Ziel in der Umgebung von Carnac bereits hinter uns gebracht. Allerdings war es hier mit knapp 30° viel heißer als wir es von der Küste gewohnt sind.

Da es schon relativ spät war und wir uns hier nichts kochen können,  haben wir das Experiment gewagt, eine Pizza aus dem Automaten zu essen. Die Pizzen werden von einem Pizzabäcker täglich frisch zubereitet (vorgebacken) und in gefrorenem Zustand in dem Automaten gelagert. Man kann sie gefroren oder heiß aus dem Automaten ziehen. So hatten wir innerhalb weniger Minuten zwei heiße, ziemlich leckere und knusprige Pizzen.

Bei einem Abendspaziergang am Kanal haben wir die zum Glück langsam frischer werdende Abendluft genossen.