



Ein neuer Tag beginnt. Die Sonne scheint schon und bereits um halb neun sind es 20°C. Das Leben hier am Kanal erwacht langsam. Die ersten Gassigänger, Wanderer kommen vorbei und die Bootsbesitzer kommen aus ihren Kabinen. Gestern Abend war es noch ziemlich lange sehr heiß im Auto. Mit offener Tür lagen wir bis mindestens Mitternacht wach. Dann waren es immerhin „nur“ noch 26°C im Auto. Wobei es sich bei 2 Personen noch schneller wieder aufheizt als bei einer. Auch andere Unterschiede zum Solo-Microcampen fallen mir auf. Normalerweise hätte ich jetzt schon das Solarpanel aufgebaut und angeschlossen. Aber ich wollte beim Aufstehen so wenig Aufstand wie möglich machen, damit mein Freund noch ein wenig weiterschlummern kann.
Eine Stunde später sitzen wir gemütlich beim Frühstück, das Solarpanel lädt die Powerstation und wir genießen frisch gebackenes Baguette, mit dem die freundliche Bäckerin gerade den Automaten aufgefüllt hat. Hier kann man nämlich 24/7 frisches Baguette aus dem Automaten bekommen.


In der Nähe von Carnac haben wir eine Wanderung zu verschiedenen Megalithkultur-Stätten gemacht. Der erste Teil entsprach der Wanderung, die ich bereits vor einigen Wochen zum begehbaren Tumulus von Kercado und zum Géant du Manio gemacht hatte. Der neue Teil führte uns zu den Steinreihen und zum Tumulus von Manio. Dort hatten wir das zweite Auto geparkt. Es war so heiß, daß man selbst im Sitzen ohne sich zu bewegen geschwitzt hat. Kaum auszuhalten.


Besonders beeindruckend ist die Aussicht von dem kleinen Außichtsturm. Hier zeigt sich die Größe, Anzahl, gerade und der Größe nach ansteigende Ausrichtung der Menhire noch deutlicher.






Ich war mittlerweile auch wieder ziemlich am Limit mit meiner Kraft. Nicht nur körperlich. Auf einer Picknickbank im Schatten haben wir eine Pause gemacht und geschaut, wo wir die kommende Nacht verbringen können. Eine Dusche wäre schön gewesen, aber in der Region, in die wir wollten, gab es nichts (Campingplatz)… zumindest nichts, was man kurzfristig oder nur für 1 oder 2 Nächte buchen können hätte. Also entschieden wir uns für die Pointe de Conguel am Ende der Quiberonhalbinsel. Dort erhofften wir uns etwas Wind und mildere Temperaturen. Zumindest das mit dem Wind hat hingehauen. Morgen wollen wir uns einen Felsbogen an der Küste der Quiberonhalbinsel anschauen.
Da es immer noch sehr heiß war, haben wir uns auf den Weg Richtung Ende der Landspitze gemacht. Diese ist nur zu Fuß erreichbar und auf dem Weg gab es Bänke im Schatten eines Kiefernhains, wo wir uns mit Blick auf das Meer und einem Snack aus Obst und Nüssen stärken konnten. Als die Sonne nicht mehr so hoch stand haben wir unseren Weg fortgesetzt und uns an der Spitze der Landzunge auf einen Felsen gesetzt und die nahende Flut beobachtet.


Zurück am Auto haben wir alle Türen und Fenster geöffnet, damit der Yoggi etwas abkühlen konnte. Auf einer Mauer am Strand sitzend, haben wir uns für den nächste Tag einen etwas östlich (Richtung Heimweg) gelegenen Campingplatz gesucht und reserviert, während wir einen wunderschönen Sonnenuntergang hatten. Dabei haben wir gar nicht bemerkt, dass die Luftfeuchte stark zugenommen hat. Es war dann schon alles etwas klamm und im Yoggi immer noch 27°C. Aber es blieb uns nichts anderes übrig als rein zu krabbeln und die Türen und Fenster bis auf einen kleinen Spalt zu verschließen. Es war auch schon wieder fast Mitternacht.


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