Wie schon bei der Anreise teile ich die knapp über 1000km in zwei Etappen auf.
Heute morgen hatte ich noch kurz etwas Hektik. In der Nacht hatte es geregnet und um 1:15 Uhr hatte die Wettervorhersage auch für den Morgen nochmal Schauer angekündigt. Als ich aufgestanden bin, gab es auch ziemlich schwarze Wolken über mir. Also habe ich in Windeseile das Zelt abgebaut, bevor es wieder nass werden konnte. Das Wetter fand das wohl recht lustig, denn währenddessen verschwanden die schwarzen Wolken, die Sonne kam raus und es wurde wieder ziemlich heiß.
Also habe ich mich danach ohne Zelt noch einmal häuslich niedergelassen und gefrühstückt.

Ich habe mir nach dem Checkout noch die kleine Kapelle von Kervoyal (Teil von Damgan) angesehen und bin ein letztes Mal am Strand durchs Meer gewatet. Bei Flut sah der Strand deutlich hübscher aus, als bei Ebbe.


Dann wurde es Zeit, mich endlich auf den Weg zu machen. Die Hitze hat mir sehr zu schaffen gemacht, selbst ruhig auf einer Bank sitzend hatte ich über 100 Puls. Und im Landesinnern sollte es noch 10 Grad heißer sein. Aber es half alles nichts. Nächste Woche muss auch ich wieder arbeiten und dazu muss ich mich der Hitze stellen.
Ich hatte mir vor der Reise eine ADAC-Mautbox bestellt, um mir die lästige Warterei und Zahlerei an den Mautstellen zu ersparen. Bisher kam sie aber nicht zum Einsatz. Auf dem Heimweg wollte ich nicht mehr den gemütlichen, aber langen Weg über Land nehmen. An der ersten Mautstelle zeigte sich, dass die Mautbox wohl nicht an einer geeigneten Stelle der Windschutzscheibe angebracht ist, denn sie wurde nicht erkannt. Zum Glück war wenig los und ich konnte noch einmal zurück fahren. Als ich dieMautbox ca. 50m vor der Schranke aus dem Fenster hielt, öffnete sich auch die Schranke. Also habe ich das den ganzen Tag so gemacht.
Auf etwa halber Strecke zu meinem heutigen Etappenziel habe ich in einem hübschen alten Städtchen eine längere Pause gemacht. Obwohl ich alle Stunde einen kleinen Halt eingelegt habe, war ich sehr erschöpft. Nachdem ich mir mehr Wasser besorgt hatte fand ich einen schattigen Parkplatz am Ufer eines Flusses mit einem kleinen Wasserfall. Es war zwar so schwül-warm, dass der Schweiß ran, wenn man nur irgendwo saß, aber wenigstens ging ein leichtes Lüftchen. Nachdem ich eine Kleinigkeit gegessen hatte, um den Blutzucker anzuheben, beschloss ich einen kurzen Spaziergang zu machen, um auch den Kreislauf in Schwung zu bringen und wieder etwas wacher zu werden.

Das Schloss Azay-le-Rideau wurde 1518-1527 an der Stelle einer ehemaligen Burg gebaut, die Anfang des 15. Jahrhunderts von Karl VII geschleift worden war. Es handelt sich um ein Wasserschloss im Renaissancestil. Seit 1906 ist es Staatseigentum.

Zum Schloss gehört neben einem großen Park ein ehemaliger Obst- und Gemüsegarten, der heute nachhaltig bewirtschaftet wird und einige Insektenhotels beherbergt.



Nach einigen weiteren Stunden Fahrt bin ich gegen 19:30 Uhr an meinem heutigen Etappenziel angekommen. Ich übernachte wieder auf dem schönen Wohnmobilstellplatz am Teich in Lurcy-Lévis wie bei der Anreise. Es gibt heute jede Menge Insekten und Ameisen hier, die mich heiß und innig lieben. Letztes Mal war es schon spät am Abend, da war mir das nicht aufgefallen oder es war nicht so schlimm. Aber damit war an einem Fischteich zu rechnen.

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